Anlauf nehmen, mich aufschwingen und über den Heckenrand springen.

Füllsel, für wen? Stopft mich jemand in seinen Schlund – die Stadt, das Monstrum, der Moloch – um mich unverdaut wieder auzzuspeien? Hinaus auf die Wiese, mitten ins Frau Holle-Land, ganz nah dem Backofen, dessen Brot schon fertig gebacken ist, nicht weit vom Apfelbaum mit den goldenen Früchten. So kommt jeder zu seiner Aufgabe, und ich an mein Ziel, in die Märchen, den Kindern und Erwachsenen erzählt, bezaubernd, die Hecke riesig wachsen lassend, um alle einzuspinnen wie in einen schützenden Kokon. Das stelle sich jemand bitte mal bildlich vor! Fehlt nur noch Hermanns Boot, das mich sanft durch den Lebensstrom schiffert und am Ende der Zeit auf der anderen Seite absetzt.

Und dann? Überraschung!

Erwachsene werden wieder zu Kindern. Mit ihren weit aufgerissenen Augen und den sehnsuchtsvollen Blicken, die feucht im großen Ozean der Gefühle schwimmen, kommen sie im Mutterland an und lassen sich nieder. Dort wo die Erde ruft, ein warmer Frauenleib wartet und in ihren Schürzen und Taschen Platz ist für all die Verrücktheiten, das Wundern und Staunen, die Neugier, das Unschuldigsein und die Fantasie, die sich noch nicht selbst zensiert.

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