Ich konnte mich nicht satt sehen an all den Farben, an dem Spiel von Sonne und Wolken über unseren Köpfen; an bunten Marktstände: Erdtöne neben schillerndem Bunt; nicht genug bekommen vom Lauschen:
Trommeln, warme Männerstimmen, fröhliche Frauenstimmen, virtuose Klangwelten, die mit ihren Rhythmen die Erde dröhnen und die Körper tanzen ließen. Über allem eine Wolke aus Gerüchen: Weihrauch, gewürzte Speisen; Gebratenes und Gesottenes!
Dazu Stadtausdünstungen, sonnenbeschienener Asphalt; Blätterduft in den Straßenbäumen, in der Ferne auf den Brücken Straßenbahnen und Busse; Autos auf sonntäglich beruhigten Straßen, und gleich nebenan träg dümpelnde Schiffe – vom mondänen Hotelschiff zum Lastkahn bis zum schnellen Sportboot, kleine Segler aus dem Yachthafen. Möwenrufe und Taubengurren!
Mama Afrika und Papa Rhein trafen sich drei Tage lang zum MitAfrika-Festival am Schokoladenmuseum zum Stelldichein. Geschichten wurden gesungen und musikalisch erzählt, Märchen zu Gehör gebracht, dazwischen Gaukler und Jongleure.
Gestern war es voll, so dicht standen die Menschentrauben, dass kaum ein Durchkommen war. Schade, das Festival hätte ein etwas geräumigeres Fleckchen gebrauchen können.

Was mir aufgefallen:
ungewöhnlich viele schöne und sympathische Gesichter, ein buntes Publikumsvolk jenseits aller Altersgrenzen, und fast alle – ob jung oder alt, ob weiß oder schwarz -ließen sich anstecken von der Musik. Da wurde sich im Rhythmus bewegt, gewippt und getanzt. Köln in Afrika, Afrika in Köln, eine gelungene Begegnung.

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